Alaska
06.08.2005
Kanada
16.08.2005
USA
22.09.2005
Mexiko
20.11.2005
Mittelamerika
01.02.2006
Kolumbien
12.04.2006
Equador
25.04.2006
Peru
19.05.2006
Bolivien
12.07.2006
Argentinien
30.07.2006
Chile & Patagonien (Arg./Chile)
21.08.2006



 
Angekommen ...
18.12.2006
Kurzzusammenfassung


Ungefähr anderthalb Jahre vor dem eigentlichen Aufbruch nahm ein lang gehegter Traum plötzlich Gestalt an. Mit der Idee für eines solchen Unternehmens im Kopf, bemühten wir uns ohne aufkommenden Zweifel am Gelingen und der Durchsetzung und ließen eingehenden Gedanke über den so unvorhersehbaren Verlauf, welchen solch ein Abenteuer nehmen könnte, keinen Raum, zumal wir beide vom Radreisen in diesen Dimension bis dato unerfahren und unbedarft waren. Trotz dessen, dass es sich bei jener Route schon beinahe um einen Klassiker unter Fernreiseradlern handelt, hat zweifellos jeder Einzelne, der diese Strecke wählt, sich eine neue Welt voller unterschiedlicher Eindrücke, Erfahrungen und Geschichten zu erschließen. Mag vielleicht die Welt nach diesem umgesetzten Traum geschrumpft sein, büßt sie jedoch keineswegs an ihrer Vielfalt und Undurchdringlichkeit ein, im Gegenteil nimmt dieser Eindruck eher zu. So erlebten auch wir dieses Jahr auf eine uns eigene Weise, in seiner uneingeschränkten Vielfältigkeit und seinem Abwechslungsreichtum, dass nun die zahllosen Erinnerungen und Bilder übermächtig in unseren Köpfen schwirren. Seien es die wenigen heißen Tage im Waldbrandrauch von Alaska, die unglaublichen Weiten der kanadischen Wälder und die Begegnungen mit deren Bewohner (besonders zu erwähnen die Bären), die eindrücklichen Nationalparks mit der jedem innewohnenden Einzigartigkeit in den USA, die lauten, trotzdem gemütlichen und schönen Städte Mexikos, die Farben Guatemalas, die Tristesse einiger Länder Mittelamerikas und die Herzlichkeit ihrer Einwohner, die Militärs in Kolumbien, die Vulkane Ecuadors, die unglaublich kräftezehrenden Berge Perus mit den unzähligen Anstiegen und abgelegenen Schotterpisten, das vegetationsarme und raue Hochland Boliviens, der Wind Patagoniens … . Wir hatten das große Glück, viel zu erleben, zu sehen und zu spüren; es ließen sich im Nachhinein stets und gerne, nicht selten verklärt und verzaubert, allerlei Episoden und Geschichten erzählen. Doch etwas Mahnendes in uns ruft zur Ehrlichkeit und ist bemüht, viele der schönen Eindrücke dem Alltag entgegenzustellen. Mehr als dreiviertel aller Tage dieser Reise verbrachten wir gemeinsam, waren dem ständig brodelnden Wettkampf unter Brüdern, den Launen eines Jeden, den vielen zwangsläufig keimenden Missständen einem solch ausdauernden Zusammenlebens ausgesetzt und nicht selten hatte dies seine menschlichen Auswirkungen. Emotionale Trennungen, z.T. über mehrere Tage inmitten menschenarmer Gegenden, Wutausbrüche auf offener Straße etc. sind genauso Bestandteil dieser Reise wie auch einige andere, ungeschönte Tatsachen (z.B. die manchmal eintretende Routine in der Aufnahme neuer Eindrücke, der Umgang mit allzu frontaler Armut, die häufigen Unlustbekundungen zum Radfahren, …). Froh sind wir trotzdem, die meiste Strecke gemeinsamen zurückgelegt zu haben, wenn wir auch das angestrebte (im Laufe der Reise zweitrangig gewordene) Ziel, Feuerland, nicht gemeinsam erreichten. Die uns vorgenommene Zeit war zu knapp geschätzt und Martin bog in Argentinien nach Buenos Aires ab, während Hannes die ursprünglich geplante Reisezeit dehnte und die Strecke Anchorage - Ushuaia vollständig zurücklegte.



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